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Warum der typische Trugschluss von Glücksspielern zum tragischen Einzelschicksal werden kann

Roulette Wheel

Die Systeme und Wahrscheinlichkeitstheorien, die einem Glücksspieler zu Gewinnen verhelfen sollen, sind zahlreich. Und manche von ihnen erscheinen ebenso logisch wie die These, dass man die Zukunft anhand vergangener Ereignisse voraussagen könnte. In manchen Zusammenhängen mag Letzteres hilfreich sein, jedoch keinesfalls beim Glücksspiel. Wie jedem Statistiker bekannt ist, handelt es sich hier um den reinen Zufall (und um rechnerisch unveränderbare Gewinnchancen). Spieler, die dieses allgemeine Vorwissen ignorieren, tendieren dazu, einem Glücksspiel imaginäre Regelmäßigkeiten zu unterstellen und auf dieser Grundlage unübersichtliche Verluste in Mengen zu erleiden.

Der entscheidende Fehler des Spielers besteht nun darin, das Resultat einzelner Vorgänge in Abhängigkeit einer völlig erklärbaren Ursachenkette begründen zu wollen. Im Beispiel: Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Münzwurf zehn Mal in Folge dasselbe Ergebnis erzielt wird, liegt bei 1:1 Million. Wenn Sie nun neun Mal hintereinander das Ergebnis "Zahl" werfen, sind Sie versucht, darauf zu wetten, dass der zehnte Wurf ebenso ausgeht. Doch dies ist ein Trugschluss. Unabhängig von allem Vorausgehenden bleibt die Wahrscheinlichkeit für ein Wurfergebnis jedes Mal die selbe, nämlich 1:2. Denn eine Münze hat kein Gedächtnis - zu unterstellen, dass nach einer bestimmten Ergebnisfolge nun ein nächstes Resultat gewissermaßen "fällig" sei, genau hierin liegt der "Trugschluss des Spielers".

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Nachvollziehbar ist es, dass sich viele Spieler an dieser Stelle gewissermaßen ein Bein stellen. Bei manchen Spielen werden die Anwender regelrecht zu einem solchen Fehlschluss verführt - bei Roulettespielen veröffentlichen die Betreiber die vorangegangenen Ergebnisse, um Vermutungen anzuregen, welche Farbe oder Zahl nun beim nächsten Mal an der Reihe sein könnte. Bei Überlegungen dieser Art geht es um reine Illusionen, um Luftschlösser. Zu keinem Zeitpunkt ist es wahrscheinlicher, genau eine bestimmte Roulettekombination aus Zahl und Farbe zu erhalten und nicht eine andere. Wie die Münze, so hat auch ein Roulettetisch kein Gedächtnis und kann zukünftige Vorgänge nicht an vergangenen Ereignissen ausrichten. Dasselbe gilt für Würfelspiele und Karten im Blackjack. Wer hier falsch denkt, verliert viel.

Es ist sicherlich ein menschliches Grundverhalten, nach wiedererkennbaren Mustern innerhalb komplexer Alltagsvorgänge Ausschau zu halten, um das eigene Verhalten vergleichbaren oder ähnlichen Situationen in der Zukunft vorausschauend anpassen zu können. Dies geschieht, obwohl man - auf einer rationalen Ebene - um den bloßen Zufall weiß, der Ereignisse nicht ordnet und somit der Verstandeskontrolle schlichtweg entzogen ist. Auch mit diesem Wissen mag es schwer sein, einem "Gefühl" zu folgen, wenn es um das Glücksspiel geht. Doch wer der Logik folgt, dass Gewinne nicht berechenbar sind, verliert weniger und fährt hier bei weitem sicherer. Das "Gefühl" ist hierbei zu verstehen als eine komplexe unbewusste Vielfalt von Vorüberlegungen - zu diesen sollte nicht die Annahme gehören, Zufälle folgten einer kausalen Regel. Versprechungen dieser Art ist zu misstrauen - dann kann sogar das Glücksspiel Freude bereiten.